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"Violinkonzert op.64/Oktett op.20" Details
Und das ist tatsächlich ein weit verzweigtes Wirrwarr der Beziehungen, das Daniel Hope aus einem persönlichen Bedürfnis nach Klarheit heraus entwirrte. Da gab es eine Villa in Berlin Dahlem, die auf Ribbentrops Geheiß enteignet wurde, und eine Fabrik, die von einem Ururgroßvater und Emil Rathenau im 19. Jahrhundert gegründet wurde. Ein irischer Urgroßvater wiederum verdingte sich im zweiten Burenkrieg als Soldat, zog nach Südafrika und brachte es dort zu einer bürgerlichen Kolonialexistenz, mit der aber Hopes kritische Eltern sich nicht einverstanden erklärten und daher 1975, kurz nach der Geburt des Knaben, sich auf den Weg ins englische Exil machten.
Es gab einen Ahnen, der der erste Rabbiner von Potsdam war und dort den Bau der ersten Synagoge mit initiierte. Und natürlich gibt es die unmittelbare eigene Geschichte, eng mit Yehudi Menuhin verküpft, mit dessen Genie und künstlerischer Fürsorge, mit einem kulturellen Klima, das Daniel Hope zu einem Musiker heranreifen ließ, der sich von indische Ragas und modernem Jazz genauso begeistern lässt wie von den Meisterwerken, die für sein eigenes Instrument geschrieben wurden. Egal, ob als Solist oder in renommierten Ensembles wie dem Beaux Arts Trio.
Im Besonderen gilt das im Fall von Felix Mendelssohns "Violinkonzert". Zum ersten Mal begegnete es Hope, als er als Kind ein Konzert mit Pinchas Zukerman hörte, der das Stück auf sein Programm gesetzt hatte. Der Eindruck war so tief, dass Daniel nur wenige Jahre später, als er an der Yehudi Menuhin School unterrichtet wurde, es als Achtjähriger heimlich übte und deshalb zum Direktor zitiert wurde, der es ihm zu üben verbot, und der Knabe den Entschluss fasste, lieber die Schule zu verlassen, als sich seine Passion untersagen zu lassen.
Mit Mendelssohn debütierte er und es ist noch immer unangefochten eines seiner Lieblingsstücke: "Es hat absolut alles, was ein Geiger und Musiker sich wünschen kann - die schönsten Melodien, den romantischen Kampf der Geige gegen das Orchester, ein zuweilen an Beethoven erinnerndes Gefühl von 'Sturm und Drang' und jene ausgelassenen Scherzi, wie sie nur Mendelssohn schreiben konnte. Das Konzert hat Virtuosität und Leichtigkeit, es ist ein wunderbar glückliches Werk, auch wenn es sehr ergreifende Augenblicke enthält. Es ist ein vollendetes Konzert, denn es berührt die Menschen, wo immer man es spielt. Die Zuhörer reagieren wirklich in ganz besonderer Weise darauf".
Und sie können nun noch eine weitere kleine Sensation erleben. Denn zum Einstand bei seinem neuen Label Deutsche Grammophon hat Daniel Hope gemeinsam mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock eine Original-Version des Konzertes rekonstruiert, wie Mendelssohn es geschrieben hatte, bevor er den Ratschlägen des befreundeten Geigers Ferdinand David folgte und Passagen änderte, um es vermeintlich noch wirkungsvoller zu machen.
Ähnliches gilt für die Einspielung des famosen Oktetts mit den Mitgliedern des Chamber Orchestra of Europe, die er anhand der erst unlängst erschienenen revidierten Notenausgabe verwirklicht
Trackliste von "Violinkonzert op.64/Oktett op.20"
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1. 1. Allegro Molto Appassionato (Original Version) - Daniel Hope (Violine)
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2. 2. Andante (Original Version) - Daniel Hope (Violine)
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3. 3. Allegro Molto Vivace (Original Version) - Daniel Hope (Violine)
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4. 1. Allegro Moderato, Ma Con Fuoco (Original Version) - Stewart Eaton (Viola)
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5. 2. Andante (Original Version) - Pascal Siffert (Viola)
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6. 3. Scherzo Allegro Leggierissimo (Original Version) - Stewart Eaton (Viola)
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7. 4. Presto (Original Version) - Stewart Eaton (Viola)
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8. 8. Hexenlied Anderes Maienlied (Original Version) - Knauer, Sebastian (Klavier)
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9. 4. Suleika (Original Version) - Knauer, Sebastian (Klavier)
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10. 2. Auf Den Flügeln Des Gesanges (Original Version) - Knauer, Sebastian (Klavier)
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